Hier herrscht in Rheinland-Pfalz Böllerverbot

Rheinland-Pfälzer dürfen zu Silvester in der Regel nach Lust und Laune böllern. Einige wenige Verbote für Raketen und Kracher gelten etwa um Altenheime, oder Fachwerkhäuser.

Grundsätzlich verboten ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in Rheinland-Pfalz in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen. Das Sprengstoffgesetz verbietet Pyrotechnik auch in der Nähe von besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen.

Die Stadt Mainz weist beispielsweise auf ein Verbot von Feuerwerkskörpern in der Nähe von Fachwerkhäusern hin. Eine ausgeschilderte Verbotszone gibt es laut Polizei aber nicht. Beamte würden umhergehen und auf Verbote hinweisen. In Speyer haben die Behörden zum Schutz der Altstadt eine raketenfreie Zone ausgewiesen. In der Silvesternacht wird unter anderem das Areal des Weihnachts- und Neujahrsmarkts abgesperrt.

Umweltministerium plant keine weiteren Böller-Verbote

Eine Verschärfung der Böller-Verbote wie sie zuletzt die Deutsche Umwelthilfe gefordert hatte, hält das rheinland-pfälzische Umweltministerium für nicht erforderlich. Zwar verursache die Silvester-Böllerei viel Feinstaub, doch in den vergangenen Jahren seien “die ganz hohen Feinstaub-Spitzenwerte nicht mehr erreicht” worden, heißt es aus dem grün-geführten Ministerium.

Auch die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende und Bundesagrarministerin, Julia Klöckner, lehnte bei Twitter eine Verschärfung ab. Die Deutsche Umwelthilfe hatte gefordert, in Städten mit starker Luftbelastung das private Böllern zu verbieten und stattdessen professionelles Feuerwerk am Stadtrand zu veranstalten.

Quelle: SWR